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Der Hauptkiller für hochsensible Menschen – Erschöpfung!

Erschöpfung

Was heißt das eigentlich – Erschöpfung?
Wenn wir von Erschöpfung reden meint das meist nicht nur eine körperliche Erschöpfung. Sondern hier ist der gesamte Mensch bzw. Organismus betroffen!

Erschöpfung bei hochsensiblen Menschen kommt sehr häufig vor!

Sehr viel häufiger als bei normal sensiblen Menschen. Und sie beginnt nicht wirklich im Körper – sondern im Kopf! Also genauer gesagt: Im Gehirn.

Erschöpfung beginnt und endet also im Kopf!

Aber was ist nun der Hauptunterschied zu Menschen mit niedrigerer Reizschwelle, also normal sensiblen Menschen?

Der Unterschied besteht vor allem in den intensiveren Gedankengängen. Ein weniger sensibler Mensch ist automatisch mehr bei sich – weil er sich lange nicht solch ausführliche Gedanken dazu macht was er oder sie erlebt wie ein hochsensibler Mensch. Dadurch kommt er auch sehr viel schneller ins Tun und somit zu einem Ergebnis!

Ein Mensch mit höherer Sensibilisierung hat längere Verarbeitungswege im Gehirn zurück zu legen. Er braucht für alle Verarbeitungsmechanismen deutlich mehr Zeit & Energie.

Aber warum sollen längere Verarbeitungswege zu Erschöpfung führen? Gedankenprozesse sind doch in der Regel nicht anstrengend?

Die Antwort liegt in unserer Biografie: Als kleine Kinder wissen wir in der Regel noch nichts über unsere Hochsensibilität. Bekanntlich fangen hochsensible Kinder früh an, sich an anderen Menschen zu orientieren (falls Ihr den Kreislauf der Hochsensibilität noch nicht kennt, besucht bald mal einen meiner Vorträge zu dem Thema!) & lernen, ihre eigenen Bedürfnisse zu unterdrücken.

Lernen von anderen ist der beste & schnellste Weg für einen Lernerfolg! Also ist doch alles gut!

Ja, wenn es da nicht das große ABER gäbe: Das optimale Lernen funktioniert nämlich auf Dauer nur dann, wenn wir es mit den eigenen Gefühlen & Bedürfnissen abgleichen & in einen für uns passenden Gesamtrahmen einfügen. Und genau das kann ein hochsensibler Mensch in der Regel nicht oder nicht gut, da die meisten die Verbindung zu ihren Bedürfnissen früh gekappt haben.

DENN: Das „Abgucken“ bei anderen ist für hochsensible Menschen eine Überlebensstrategie. Sie können oft gar nicht mehr anders lernen.
Und da das Anspruchsdenken sehr hoch ist, schauen wir natürlich auch nur von den Besten der Besten ab, bzw. wir sind sehr genau & nehmen nur die guten Menschen & Eigenschaften um sie zu kopieren.

Dass aber auch der beste & tollste Mensch nicht immer & ständig diese 100% – die wir von ihm oder ihr abgeschaut haben – gibt oder geben kann, das sehen wir in dem Moment nicht!

Und so verlangen wir uns ab diesem Moment ständig & immer die volle „abgekupferte“ Leistung ab. Und wundern uns dann, wenn wir früher oder später unter unserem eigenen Leistungsanspruch – der, wenn wir ganz ehrlich sind sowieso viel zu hoch ist – zusammenbrechen.

Körperlich & geistig. Komplett. Total ausgelaugt.

Es sind also tatsächlich nicht die längeren Gedankenwege die wir zurücklegen müssen, die uns so erschöpfen sondern es ist die Art & Weise wie wir unsere Lernerfahrungen machen!

Wir sollten also dringend umlernen! Ja, eigentlich ist es so etwas wie eine Weiterbildung für persönliche Entwicklung, um die es in meiner Arbeit mit hochsensiblen Menschen geht.

Ihr könnt also lernen, diesem negativen Mechanismus vorzubeugen! Es ist klug, das zu tun!


Hier sind ein paar Dinge, die Ihr tun könnt:

  • lernt so viel es geht über das Thema Hochsensibilität
  • fangt an, Euch so zu akzeptieren, wie Ihr seid. Ohne wenn & aber!
  • macht Achtsamkeitsübungen! Eine Empfehlung: Lebe Balance – ein Webinar der AOK Baden-Württemberg für alle Mitglieder kostenfrei!
  • versteht wirklich, dass Ihr liebenswerte, wertvolle Personen für diese Gesellschaft seid. Ihr habt ein Recht darauf, dass es Euch gut geht
  • arbeitet an Eurer Sichtweise auf die Dinge in Eurem Leben! Reflektiert Euren Eigenanspruch & werdet realistisch!
  • lernt Euren Energiehaushalt kennen, damit Ihr ihn aktiv für Euch selbst einsetzen könnt!
  • arbeitet Eure persönliche Bindungserfahrung auf (ja, auch wenn Ihr schon 65 seid!)

Wenn Ihr die obenstehenden Dinge in Euer Leben integriert, seid Ihr Eurem Wunsch, niemals einer (weiteren) Erschöpfungsattacke anheim zu fallen, einen wesentlichen Schritt näher!

Ich wünsche Euch & Ihnen Kraft & Freude!
Herzlich ♥
Susanne

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Susanne,

    deine Seiten gefallen mir sehr gut und sie sind sehr sorgfältig aufbereitet, danke dir :-)

    Ich möchte zu der Liste oben noch ein Punkt hinzufügen: die SELBSTLIEBE.

    Selbstliebe geht noch weiter als Selbstakzeptanz – sich aktiv für seine eigenen Bedürfnisse einzusetzen, sich selbst etwas zu gönnen ohne gleich ein schlechtes Gewissen zu haben und auch in der Lage zu sein, sich selbst zu verzeihen, wenn Dinge schiefgegangen sind.

    In meinem persönlichen Hochsensibilitäts-Blog habe ich mir eine Schatzkiste eingerichtet, in die ich selbst immer mal wieder reinschaue, um mir wieder bewussts zu werden, was mir gut tut.

    https://hochsensibel1753.wordpress.com/2014/12/01/julias-schatzkiste/

    In diesem Sinne ganz liebe Grüße und noch eine schöne Woche,
    Julia

    Antworten

    • Liebe Julia,
      danke für Deine Nachricht & ich freue mich auch sehr über die gelungene Website!
      Ja ja, die Selbstliebe! Die ist NATÜRLICH sehr wichtig, kann aber erst kommen, wenn die Selbstakzeptanz erfolgt ist! Und dann kommt sie meist ganz von allein & fließend in das Leben der Menschen.
      Die Selbstakzeptanz ist somit der erste Schritt, der erfolgen muss, bevor die Selbstliebe dann Einzug halten kann.
      Liebe Grüße & sonnige Tage wünscht
      Susanne

      Antworten

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