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WICHTIG: Grundbedürfnisse beachten!

Blüte

Warum es für hochsensible Menschen besonders wichtig ist, auf die Grundbedürfnisse zu achten!

Hochsensible Menschen haben die gleichen vier Grundbedürfnisse wie normal sensible Menschen. Aber warum spielen sie bei Hochsensiblen eine so wesentliche Rolle?

Die vier Grundbedürfnis-Paare nach Klaus Grawe – der ein deutscher Psychotherapeut und Hochschullehrer mit dem Tätigkeitsschwerpunkt Psychotherapieforschung war – sind:

  1. Kontrolle & Orientierung im & über das eigene Leben
  2. Bindung & Nähe
  3. Die Erhöhung des Selbstwertes & dessen Schutz
  4. Lustgewinn & Unlustvermeidung

Nun müssen wir zuerst einmal Folgendes verstehen: Grundbedürfnisse heißen so, weil sie nicht nur allen Menschen kulturübergreifend gleichermaßen zugrunde liegen, sondern weil sie „körpergestützt“ funktionieren.

Das heißt: Wenn wir uns unsere Grundbedürfnisse bewusst oder unbewusst vernachlässigen, sorgt unser Körper dafür, dass sie trotzdem zumindest grundlegend abgedeckt & erfüllt sind.

Das kann mitunter etwas merkwürdige Züge annehmen, denn der Körper sorgt einfach irgendwie für die Erfüllung, fragt uns aber nicht danach, wie er das bestmöglich tun soll…

Somit liegt dieser Prozess nicht mehr im Rahmen unserer bewussten Kontrolle oder Steuerung – womit das Grundbedürfnis nach Kontrolle & Orientierung schon wieder verletzt wird…

Hier kann ein ganz eigener kleiner Teufelskreis in Gang kommen, der sich – wie ein Perpetuum mobile – selbständig, also ohne unser Zutun am Laufen hält. Und das passiert bei hochsensiblen Menschen leider aufgrund ihrer besonderen Sozialisierung sehr häufig.

Wenn wir hier eine sinnvolle Schlussfolgerung ziehen wollen, sollte es diese sein:

  • Unsere Grundbedürfnisse sind extrem wichtig
  • Nur wir selbst können sie uns erfüllen
  • Wenn wir sie uns nicht bewusst selbst erfüllen, werden sie zwar vom Körper irgendwie erfüllt, aber nicht so, dass es uns wirklich richtig gut damit geht!

Damit es uns richtig gut gehen & wir wirklich glücklich sein können, müssen wir bewusst auf unsere Grundbedürfnisse achten & dafür sorgen, dass wir sie uns erfüllen.

Ansonsten geraten wir automatisch in sogenannte Energielöcher & verlieren an Kraft. Seht Euch hier zur Vertiefung die separaten Videos & Blogartikel: Wie Ihr ganz schnell Energielöcher stopft & die kleine Bewusstseinsübung an

Um Euch den Grundbedürfnissen (wieder) mehr anzunähern, könnt Ihr folgende Übung machen:

  • nehmt Euch vier große Bögen Papier, auf die Ihr je eines der vier Grundbedürfnis-Paare schreibt. Dann unterteilt die Blätter in vier etwa gleichgroße Bereiche & überlegt, was dieses Grundbedürfnis:
    • für Euch persönlich heißt & schreibt dies in einen der Bereiche
    • wie Ihr es gerne ausfüllen würdet & schreibt dies in den zweiten der Bereiche
    • wie & ob Ihr es momentan ausfüllt & schreibt dies in den dritten Bereich
    • & was Ihr dafür tun könnt, um Euch vom momentanen Zustand (Bereich drei) Eurem Wunschzustand (Bereiche eins & zwei) anzunähern

Nachdem Ihr diese Schritte für alle vier Bedürfnispaare aufgeschrieben habt, nehmt Ihr Euch ein weiteres Blatt Papier.

Hier plant Ihr ganz konkrete Schritte, die Ihr noch in dieser Woche beginnen könnt, um Euch Eurem Wunschzustand möglichst schnell anzunähern. Bedenkt dabei:

  • dass Ihr die Schritte ganz konkret, also genau plant
  • dass die Schritte klein genug sind, damit sie auch durchführbar sind
  • dass Ihr Euch für jeden kleinen erfolgten Schritt belohnt

Als Unterstützung für diesen Prozess könnt Ihr die „Kleine Bewusstseinsübung“ dazu nehmen & Euch immer wieder ganz bewusst erlauben, etwas für Euch selbst zu tun! Es lohnt sich!

♥- liche Grüße & viel Spaß beim Bedürfnisse erfüllen wünscht Euch

Susanne Steed-Pfäffle

5 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Susanne

    Du schreibst: „Das kann mitunter etwas merkwürdige Züge annehmen, denn der Körper sorgt einfach irgendwie für die Erfüllung, fragt uns aber nicht danach, wie er das bestmöglich tun soll…“

    Mich würden konkrete Beispiele dazu interessieren. Kannst/magst du welche nennen?

    Viele Grüße,

    Barbara

    Antworten

    • Liebe Barbara,
      meistens reagiert der Körper auf unerfüllte Bedürfnisse mit Symptomen, die sich auf der Körperebene zeigen. Das können Kopfschmerzen genauso sein wie eine Allergie oder Unverträglichkeit, Erschöpfungszustände oder ein Bandscheibenvorfall. Unerfüllte Bedürfnisse erzeugen im Körper Stress. Und dieser drückt sich dann auf unterschiedlichste Weise aus, die Symptomliste ist über eine DinA4-Seite lang! In meinem speziell hierfür konzipierten Vortrag/Workshop: „Schmerzen & andere körperliche Symptome“ geht es genau darum zu lernen, wie es geht, diese körperlichen Symptome wieder aufzulösen. Wenn Du weitere Fragen dazu hast, kontaktiere mich nochmal.
      Herzliche Grüße von Susanne

      Antworten

  2. Hallo Susanne!

    Ich fand den Vortrag von Dir super!
    Das ich hochsensibel bin weiß ich seit etwa 6 Jahren, vieles weiß ich darüber, vieles nicht.

    Ich schreibe, weil mich 2 Dinge besonders interessieren, seit 28 Jahren (ich bin 42) ist meine Lebensqualität durch PMS Schmerzen mit heftigen Wutausbrüchen (die kamen dazu seit ich Kinder habe 4J.+9J.) so sehr eingeschränk, könnte das auch dazu gehören?
    Wie kann man überleben als Hochsensible mit Kindern? Ich würde sie so gern frei groß werden lassen, aber vieles nervt mich nur(z.B. Lautes, Unordnung, ständig Präsent zu sein) und stresst mich und darunter leiden die Kinder auch, bes. mein Großer ist so unsicher, seit er 2 1/2 war hatte ich heftige Wutausbrüche, da ich bis dahin alles unterdrückt habe, ich wollte ihm jedes Bedürfnis und jeden Wunsch erfüllen, er sollte sich nicht so fühlen wie ich. Ja wie fühlte ich mich denn, damals konnte ich es nicht sagen. Das Resultat war meine völlige Selbstaufgabe, ich habe dauergestillt und getragen, nie NEIN gesagt……und dann kippte alles um, ich wurde krank, vor meinen Tagen schrie ich bei jedem kleinen Dillema(z.B. Glas fällt um) ich war so ruhebedürftig… Mein Sohn wurde mit 4 auch sehr krank, jetzt ist aber zum Glück alles wieder gut, auch das astma ist fast weg.
    Jetzt hab ich schon viel für mich erkannt und verändert, was bleibt sind die Schmerzen, viele Schmerzen, immer wieder und die Überforderung es mit den Kindern richtig zu machen, es überfordert mich oft nur, das sie da sind, obwohl sie echt super sind, aber mit ihnen komm ich nicht zu mir, bin nur im außen und ich glaube, sie fühlen sich schuldig, nur weil sie da sind, das ist jetzt etwas extrem überspitzt ausgedrückt. Meine Umwelt würde so was nie sagen, für die bin ich eine Supermutti und auch meine Kinder sind klasse (das sag ich auch) ich merk nur mein Großer ist so sehr wie ich, dieses mangelnde selbstwertgefühl gespiegelt zu bekommen…kaum aushaltbar.

    Und das Zweite, mein großer Sohn ist auch Hochsensibel, ich sehe jetzt schon, wie viel ich falsch gemacht habe und möchte ihm gern helfen.

    Wie sind Sie erreichbar?

    LG Doreen Duelli

    Antworten

    • Liebe Doreen,
      am besten bin ich über mail erreichbar: info@steed-pfaeffle.de
      Schauen Sie sich mal meine WS-Angebote an, da sind eigentlich alle interessant für Sie. Ansosten melden Sie sich einfach per mail
      Herzliche Grüße
      Susanne

      Antworten

  3. Liebe Susanne,
    vielen Dank für den für mich sehr informativen Vortrag im HSP Kongress.
    Du machst tolle Arbeit!
    Heute war ich wieder mal genervt durch das Gekreische des Nachbarkindes und ich fragte mich zum Xten Mal ob ich deswegen umziehen muss/will. Ich sagte mir eine ruhige Umgebung ist mein Grundbedürfnis… nur kommt dann die Angst vor dem Umzug mit allem drum und dran. Ich kann mich einfach nicht so nach innen wenden dass ich es nicht höre. Ich bin auch eine derjenigen die sofort im Aussen sind. Und was das Geschrei mit mir zu tun hat habe ich auch noch nicht herausgefunden. Ich habe schon gewagt zu reklamieren, das war schon eine Herausforderung, nur nützt es leider nichts. Und so finde ich es nicht sehr hilfreich so lärmempfindlich zu sein.
    Herzliche Grüsse
    Marlene

    Antworten

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