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So leicht entstehen Glaubenssätze!

Schneespuren

Schneespuren

Jeder Reiz, der uns trifft, wird in unserem Mandelkern, der Amygdala, die mitten im limbischen System sitzt, eingeordnet & damit auch bewertet.

Dann wird der Reiz analysiert, abgeglichen & in bestehenden Nervennetzwerken abgespeichert oder auch komplett fallen gelassen, wenn er für uns & unser Leben nicht relevant ist.

Dinge, die uns emotional besonders stark berühren, hinterlassen stärkere bzw. tiefere Spuren in den Nervenbahnen als Situationen, die uns emotional kalt lassen. Da hochsensible Menschen eigentlich immer emotional berührt sind, haben unser Gehirn & unser Körper auch besonders viel zu tun!
Es gibt wenig Dinge, die uns emotional unberührt lassen!

Auch hier, bei der Einordnung, Bewertung & Abspeicherung im Gehirn spielt eines der vier Grundbedürfnisse eine ganz große Rolle:
Das Bedürfnis nach Kontrolle & Orientierung im eigenen Leben.

Wird in einer Situation die uns begegnet, unser Kontroll- bzw. Orientierungsbedürfnis nicht erfüllt, weil:

  • wir selber keine Möglichkeit sehen oder kennen, die Situation zu bewältigen
  • auch die Menschen um uns herum, insbesondere unsere Eltern, keinerlei Kontrollmöglichkeit haben oder kennen
  • oder uns nicht zugetraut wird, die Situation bewältigen zu können

hinterlässt dies tiefe Spuren in unserer „Erinnerungsabgleichstätte“, der Amygdala.

Jedes erneute Mal, wenn wir in eine ähnliche oder gleiche Situation geraten, wird mit dieser Erfahrung abgeglichen & sie wird dadurch unbewusst immer wieder verstärkt.
Gleichzeitig wirkt eine solche Situation natürlich direkt auf unser Selbstwertgefühl.

Unser Selbstbewusstsein & das Wertigkeitsgefühl erfahren mit jedem Mal, in dem wir diese Erfahrung wieder machen – nämlich dass eine bestimmte Situation für uns nicht zum Erfolg geführt hat, bzw. wir uns unser Grundbedürfnis nach Kontrolle nicht erfüllen konnten – einen herben Rückschlag.

In diesem Fall wird ein Misserfolg „gelernt“ & mit jeder ähnlichen Situation wieder verstärkt, solange der Mensch nicht ganz bewusst andere Bewältigungsstrategien erprobt & erfolgreich umsetzt.

Natürlich funktioniert dies genauso mit Erfolgen! Auch diese werden mit jedem erneuten Mal stärker & tiefer in unserem Nervenkostüm verankert & wir bestätigen uns mit jeder neuen Erfahrung wieder & wieder, wie gut wir eine solche Situation doch bewältigen können.

Und genau so entstehen die positiven wie negativen, unbewussten Glaubenssätze oder Verhaltensmuster, die uns ein Leben lang begleiten können, wenn wir sie uns nicht bewusst machen, im Anschluss erkunden & mit geeigneten Strategien verändern.

Da die Sozialisation von hochsensiblen Menschen in den allermeisten Fällen eher durch Kritik & Versuche der „Umerziehung“ durch die Eltern & andere Bezugspersonen geprägt wird, überwiegen meist leider eher die negativ programmierten Glaubenssätze.
Je mehr negative Glaubenssätze ein Mensch mit sich herumträgt, desto schlechter geht es ihm in der Regel.

Denn negative Glaubenssätze potenzieren sich, genauso wie auch Positive.
Deshalb ist es wichtig, möglichst viele positive Glaubenssätze zu etablieren, damit sie das Übergewicht bekommen & sich das Leben in die positive Richtung drehen kann.

Die negativ besetzten Glaubenssätze gemeinsam aufzuspüren & zu verändern bzw. sie durch ganz eigene, positive & stärkende Glaubenssätze zu ersetzen, ist ein Teil der Veränderungsarbeit mit meinen Klienten.

Und das ist meist gar nicht so schwer, wie manch einer denkt! Jeder kann das lernen, denn es hat viel mit der eigenen Sichtweise zu tun!
Und die können wir verändern. Wir müssen es nur tun!

Viel Erfolg mit einer neuen Sichtweise!
Wünscht Euch Susanne Steed-Pfäffle

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